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Andreas Heusler: Altgermanische Sittenlehre
[2341]
4.50EUR

Schwur der Germane vor dem Taufbecken "dem Teufel und allem Teufelsopfer" ab, d. h. den alten Göttern und ihrem Dienste -: damit hätte er sein Gut und Böse noch nicht verleugnet; eben weil diese heidnische Sittlichkeit so wenig im Jenseitsglauben wurzelte. Doch kamen ja mit dem neuen Gott und dem neuen Teufel auch neue Sittengebote. Es waren nicht die des Urchristentums; sonst hätte der Täufling geradezu in eine neue Haut fahren müssen. Was man ihm predigte, war eine stark verwandelte Jesuslehre, dem Weltlauf angepaßt, einerseits ihrer schroffen Unbedingtheit entkleidet, anderseits mit Formendienst und Werkfrömmigkeit beschwert. Wie der Germane in diese Sittlichkeit hineinwuchs; welche Brechungen und Mischungen sich da ergaben, hat die Historie zu untersuchen. Uns genüge ein Ausblick, welche Seiten an der altgermanischen Sittenlehre vor anderen das Unchristliche, den Gegensatz zu den Idealen der Kirche bezeichnen. Es wird zum Teil ein Rückblick sein; da und dort tragen wir in die früher gezogenen Linien eine Ergänzung ein. Hier, wie überall, wo es auf das Intimere ankommt, sind die isländischen Zeugnisse unsere Führer. In dieser Kriegerethik schätzt man bis zur Einseitigkeit die harten Eigenschaften am Menschen. Härte gegen sich selbst wie gegen Freund und Feind. Also auch keine Kreuzträgerei, kein Mitleiden und kein böses Gewissen! Altdeutsche Männernamen wie Steinhart, Stahelhart enthalten ein Wunschbild; wir wissen, ein nicht immer verwirklichtes! Bei Süd- und Nordgermanen finden wir das Wort "einhart": zunächst "eigenwillig, unbeugsam", dann auch soviel wie "zuverlässig, ehrenhaft"; bezeichnend, daß der Messiasdichter es umwertet zum Ausdruck für die verstockten Hohepriester! Diese erstrebte "Einhärte" schließt innern Kampf nicht aus, vorübergehende Spaltung des geschlossenen Ich: schon alte Heldenstoffe stellen Widerstreit der Pflichten oder Neigungen ins Licht. Auch Reue über den eigenen Schritt konnte schon in heidnischen Herzen keimen, mochte man nun den bösen Rat eines Dritten anklagen oder die Reizung durch die geheimnisvollen Schicksalsmächte. Wille und Tat, das verlangt man vom Manne. Das Wehrhafte und Trotzige gilt höher als das Nachgiebige und Versöhnliche. Denn in dieser Welt der Selbsthilfe und der Unsicherheit ist das erste, daß einer sich und die Seinen schützen kann; und wer handfest zu schützen weiß, hat leicht auch Herz und Faust zum Angriff. "Man sah bald, daß er ehrgeizig war, hart und ein Hasser": lesen wir dies von einem Knaben, so wissen wir schon: das ist als Lob gemeint, das verspricht einen Helden. Die Beiworte "gütig, umgänglich, verträglich" haben guten Klang - wenn zur rechten Zeit die Härte da ist und außer Zweifel steht! Friedensliebe ziert den Tapfern; sie ist verächtlich, wo sie den Kampfmut ersetzt; wo man sie als Schwäche deuten kann. Über die Staatsbürgertugenden der Ordnungsliebe und Gerechtigkeit ragt hoch hinaus das Ehrgefühl; wir lernten es kennen als die wahre Triebkraft in Fehde und Frieden. Es ist von erstaunlicher Reizbarkeit; man sagt sich: diese Männer müssen Tag und Nacht über dem zerbrechlichen Gut ihrer Ehre wachen! Ihr Ehrgebot ist ihr Zwingherr. Im tiefsten unchristlich ist ferner: daß man sich offen und freudig bekennt zum Stolz und zum Machttrieb. Wer das Zeug dazu hat, soll der Erste in seiner Landschaft sein wollen. Das "Wer sich selbst erniedrigt ..." fände in diesen Herzen keinen Widerhall. Dem Willen zur Macht gehört die Zuneigung des Erzählers und seiner Hörer. Sie verstehn und billigen es, daß ein Herrenhafter nie und nirgends gewillt ist, "seine Sache (sein Recht) fahren zu lassen"; auch ein friedliebender, nicht herrschsüchtiger Jarlserbe läßt es eher auf Zwist mit dem Bruder ankommen, als daß er seinen Reichsanteil beschnitte.... 68 Seiten, broschiert

Dieses Produkt haben wir am Dienstag, 07. Dezember 2010 in unseren Katalog aufgenommen.
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