Parzifal-Forum
Atlantis in Nordeuropa?
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Verfasst am: 29. 05. 2011 [21:26]
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Trojaburg
Trojaburg
Themenersteller
Dabei seit: 29.05.2011
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Über die Lokalisierung von Atlantis existieren heute eine Vielzahl an Lösungsvorschlägen, von denen die meisten jedoch bereits an grundlegenden Fakten scheitern. Die bis heute nachvollziehbarste doch auch nicht minder umstrittenste Lösung der Atlantis-Lokalisierung führt zweifellos in das Gebiet der europäischen Megalithkultur aus der nicht zuletzt auch die nordische Bronzezeit hervorging. Pionier der These, derzufolge Atlantis das nördliche Europa bezeichnete und die Königsinsel das ehemals größere Helgoland verkörperte, war der studierte Althistoriker und Pastor Jürgen Spanuth. Seine Thesen wurden jedoch von der Fachwelt in weiten Teilen heftig bekämpft - bis in die heutige Zeit. Der Hauptgrund der Anfechtung liegt dabei hauptsächlich auf ideologischem Gebiet – zu groß ist offenbar die Angst vor einer Bestätigung von Ansichten, die unter andern Vorzeichen zumindest teilweise in einer „dunklen“ Zeit geäußert wurden. Dennoch gibt es eine Reihe von Forschern, die sich der Nordsee-Atlantis-Hypothese in vorsichtiger Form angeschlossen haben – in seiner Begründung von Spanuth distanzierend, hat etwa Steuerwald einen Teil Cornwalls als mythische Insel ausgemacht, während Gerhard Gadow (Der Atlantis – Streit) und Günther Kehnscherper, einer der wenigen renommierten Archäologen, Spanuth in vielen Punkten beipflichteten, letzterer die Ausgangskultur aber - vorsichtig ausdrückend - in der Urnenfelderbewegung erkannte, die jedoch entgegen oft verbreiteter Stimmen, die ihren Ursprung im südlichen Mitteleuropa erkennen wollen, ebenfalls aus dem mittleren und nördlichen Europa ausgeht. Auch Arn Strohmeir hält, bei aller Kritik an Spanuth, die Grundthesen für überzeugend. Selbst populärwissenschaftliche Printmedien übernahmen bereits die Atlantis-Thesen Spanuths als überzeugendste Theorie (P.M. 3/2001). Jüngste Stimmen der Befürwortung der Identifizierung Atlantis mit dem frühzeitlichen Europa stammen vom Iren Erlingsson, der überzeugt ist, daß Plato bei seiner Beschreibung das Megalithreich vor Augen hatte, obgleich er zu Beginn seiner Forschungen an eine hypothetische Geschichte Platos dachte. Weiterhin hält er jedoch den Bericht als solchen für eine Mischung aus fiktiven und realem, welche Plato auf Grundlage seiner Kenntnisse des Megalithreiches ansiedelte, wobei Irland bzw. eine vorgelagerte, um 6100 v.u.Zt. versunkene Insel in der Doggerbank seiner Ansicht nach als Vorlage der Königsinsel Basilea diente. Der Geburtshügel der Kleito, Stammutter von Atlantis, wäre dabei Tara und der Poseidontempel Newgrange gewesen. Bei Annahme einer zumindest in großen Teilen zusammenhängenden.- wahren - Geschichte Platos fehlt es dieser Deutung jedoch in weiten Teilen an einer erforderlichen Übereinstimung der geographischen Einzelheiten. Ebenfalls an das megalithische Reich dachte Helmut Tributsch bei der Lektüre der Plato–Überlieferung, wobei er den Schwerpunkt des Reiches in der Bretagne erkennt. Für Tributsch handelt es sich bei dem Bericht ebenfalls um die Vermischung von Fakten aus verschiedenen Zeitabschnitten. Während sich die grundlegende, in den weltweiten Flutmythen erhaltende „Sintflut“, als Überschwemmung des Ärmelkanals bereits um 6000 v.u.Zt. ereignete, siedelt er den eigentlichen Untergang von Atlantis bzw. dem europäischen Megalithreich mit dem Einfall der Indogermanen aus Asien um 2200 v.u.Zt. an. (Die gläsernen Türme von Atlantis / Das Rätsel der Götter). Wie ist Eure Meinung dazu? |
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Verfasst am: 30. 05. 2011 [00:20]
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Carlo
Carlos
Dabei seit: 29.05.2011
Beiträge: 3
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Hallo zusammen, halte ich zwar für denkbar, tendiere aber eher zur Nordafrika-These von Ulrich Hofman (Platos Insel Atlantis). Ich glaube ein anderer deutscher forscher albert Hermann hat eine ähnliche tjhese vertreten (Unsere Ahnen und Atlantis). |
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Verfasst am: 31. 05. 2011 [10:24]
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Trojaburg
Trojaburg
Themenersteller
Dabei seit: 29.05.2011
Beiträge: 35
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"Carlo" schrieb: Hallo zusammen, halte ich zwar für denkbar, tendiere aber eher zur Nordafrika-These von Ulrich Hofman (Platos Insel Atlantis). Ich glaube ein anderer deutscher forscher albert Hermann hat eine ähnliche tjhese vertreten (Unsere Ahnen und Atlantis). Hallo Carlo, der Zusammenhang zwischen Atlantis und Nordafrika ist zwar nicht von der Hand zu weisen und Herodot erwähnt sogar Atlanter, die in Nordafrika leben und dem Atlas-Gebirge seinen Namen einbrachten, jedoch halte ich dieses Atlantis für eines jener bei Plato genannten atlantischen Teilreiche. Dies dürfte zugleich mit der Verbreitung der Megalithkultur von Europa nach Nordafrika in Verbindung stehen. Auch Albert Hermann ging von einer Auswanderung nordischer Menschen nach Nordafrika aus, wo sie ihm zufolge dann aber Atlantis erst begründeten. Gruß, Trojaburg |
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Verfasst am: 08. 10. 2011 [14:49]
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tehennu
harald reuter
Dabei seit: 08.10.2011
Beiträge: 2
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hallo Leute. Atlantis, im Sinne des (unter dem Pseudonym) Platon schreibenden Gelehrten ist eine Fiktion! In seiner Atlantispassage haut er wahllos sämtliche historischen Zeitabschnitte durcheinander. Das reicht vom Megalithikum, Neolithikum bis in die Eisenzeit. Er wußte also schon nicht mehr was/wovon er überhaupt (ab)schrieb. Die meisten werden H.Wirth, Aufgang der Menschheit, gelesen haben. Er greift hier das Thema der schottischen und irischen "Crannogs" auf, die er als atlantisch-nordische Walburgen mit Wehr und Kulttürmen bezeichnet. Im Grundriss dieser Crannogs erkennen wir den Grundriss der Insel Atlantis wieder.Doch ist das nur die halbe Erkenntnis. Da der Grundriss letztlich das alte Sonnensymbol darstellt,d.h. einen - oder mehrere Kreise mit -oder ohne einen Mittelpukt. ist es die Materie und Fluchtburg gewordene Vorstellung einer Welt in der schon der megalithische Mensch sich geborgen wähnte. Platon/Plotin hat diese Mythen für bare Münze genommen und seine eigene Vorstellung davon zu Papier gebracht.Übrigens, stellt Platon/Plotin in Tim. 26C-27A selbst ganz klar fest daß er diesen Bezug zu den Sternen begriffen hat denn er lässt den Protagonisten Timaios sagen:" Wir haben nämlich beschlossen , daß Timaios, weil er sich unter uns am meisten auf Sternkunde versteht, und es sich am meisten zur Aufgabe gemacht hat, über die Natur des Alls zur Erkenntnis zu gelangen, zuerst reden soll." Wir müssen demnach sogar die Möglichkeit ins Auge fassen daß diese Erzählung sogar himmelsmechanische Vorgänge wiederspiegelt. |
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Verfasst am: 17. 10. 2011 [00:41]
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Trojaburg
Trojaburg
Themenersteller
Dabei seit: 29.05.2011
Beiträge: 35
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In jedem Fall eine interessante Überlegung - allerdings wirft die Bezeichnung der Atlantis-Überlieferung als Fiktion erneut die Frage auf: Ist Atlantis eine Utopie oder gibt es neben der Atlantis-Erzählung Platos weitere Quellen? Diese Frage kann zum einen durch eine Reihe weiterer Erwähnungen der Atlanter durch andere antike Autoren, zum anderen durch parallele ägyptische Überlieferungen bejaht werden Zwar gibt es ein oder zwei antike Chronisten, die Atlantis für eine Erfindung hielten, jedoch muß der Mehrzahl der Autoren dessen Existenz plausibel erschienen sein. Herodot etwa spricht unabhängig von Plato von Atlantern in Nordafrika (für ihn Namensgeber des Atlas-Gebirges). Dieses Gebiet hat auch Albert Hermann („Unsere Ahnen und Atlantis“) als Standort der Atlantis-Königsinsel ausgemacht, geht aber ebenfalls von einem nordisch-europäischen Ursprung dieser Atlanter aus, die nach Nordafrika auswanderten. Als weitere Primärquelle nennt Spanuth den Papyrus Harris sowie Inschriften und Wandbilder von Medinet Habu (Ägypten) wo auch eine Seeschlacht zwischen Ägyptern und vermutlich nordischen Seevölkern dargestellt ist. Zwar wird hier nicht Atlantis genannt, aber Kämpfe Ägyptens mit den Seevölkern, just für den Zeitraum, in dem Spanuth die korrigierte Altersangabe Platos ansetzt. Sofern diese Alterskorrektur durch Spanuth nicht unplausibel ist, spricht alles dafür, dass der platosche Kriegszug der Atlanter gegen Ägypten identisch mit dem Kampf der Seevölker gegen Ägypten sein muß. Wenn also die Seevölker identisch mit den Atlantern Platos sind stellt sich die nächste Frage woher denn diese Seevölker (=Atlanter) kamen. Auch hierzu geben die ägyptischen Quellen Anhaltspunkte: Sie sprechen nämlich von fernen Inseln im Sin Wur (Großen Wasserkreis = Atlantik), auch Haunebu genannt, woher der Bernstein kommt. Andere besagen die Nordmeervölker kommen von den Säulen des Himmels und „von der fernen Finsternis“ (vgl. Spanuth: Die Atlanter, S. 29 ff.). Gleiches beweisen die Hörnerhelme von Medinet Habu, die erstmals in Nordeuropa belegt sind, genau wie die Sitte weniger mit Bogen – wie die Ägypter - als mit Schwert und Speer zu kämpfen. Parallel zu den Überlieferungen zu Atlantis existieren eine Reihe weiterer Sagen, die sich auf dasselbe Königreich beziehen: Diodor von Sizilien, der die Atlanter "an den Gestaden des Okeanos" und ihre Hauptstadt Basilea "gegenüber Skythiens, jenseits Galatiens" beschreibt, Homers Beschreibung der Phäaken, ebenso die Argonautensage Apollonios von Rhodos, welche die Bernsteininsel Elektris / Abalus erwähnt. Insbesondere Pudor (Althelgoland) verweist auf die vielen Parallelen zwischen Asgard und Atlantis. Dies spricht alles dafür, dass Plato, wenn er auch verschiedene Sagenstoffe in seiner Erzählung verarbeitet haben mag, sich in erster Linie auf den Auszug von Völkern aus dem Norden Europas am ende der Bronzezeit bezieht, wenn er von der Invasion der Atlanter berichtet. Unterstützung finden diese schriftlichen Quellen durch archäologische Befunde, die für diesen Zeitraum die sogenannte „Urnenfelderkultur“ belegen, die sich von Europa in den Mittelmeerraum ausbreitet. Zwar erweist man hier oft der politischen Korrektheit seine Referenz, indem man sie aus dem Balkanraum ausgehen lässt mit Verbreitungsrichtung nicht nur nach Süden sondern auch nach Norden, allerdings ist die nördliche Ausbreitung nicht plausibel. Vielmehr spricht das plötzliche Vorherrschen der Urnenbestattung für praktikable Gründe – eben für eine Flucht, auf der Urnen bequemer sind als Steinsärge. Auch hierfür hat Spanuth eine plausible Erklärung geliefert, nämlich eine Naturkatastrophe als Auslöser der Wanderungsbewegung. (Diese These stützt auch Günther Kehnscherper) Und dass es tatsächlich eine hochstehende Kultur im Norden Europas gab, die eine Invasion des Mittelmeerraumes möglich erscheinen lässt, beweisen die reichen Funde einheimischer Bronzeartefakte (u.a. Bronzescheibe Nebra, Sonnenwagen Trundholm, Bronzene Hörnerhelme – wobei „Ritualhelme“ die Existenz von genutzten gleichartigen Helmen ebenso beweisen, wie steinerne Ritualschwerter das Vorhandensein von metallenen Schwertern), die einen Eindruck von der fortschrittlichen Kultur geben. Daneben beweisen aber auch viele Funde von Artefakten aus dem Mittelmeerraum den engen Austausch zwischen den Regionen. |
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Verfasst am: 02. 11. 2011 [21:35]
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tehennu
harald reuter
Dabei seit: 08.10.2011
Beiträge: 2
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Antwort auf Trojaburg vom 17.10. 2011 Die Einwände sind durchaus berechtigt doch stehen und fallen sie mit einer objektiven Quellenkritik. Was sind die Einwände der Trojaburg: 1- …Ist Atlantis eine Utopie oder gibt es neben der Atlantis-Erzählung Platos weitere Quellen? Antwort tehennu: Sicher, die Frage zu den Quellen ist die Krux. Anders ausgedrückt, sind diese alten Quellen wirklich Quellen die für den Historiker „Quellen“ im Sinne der Originalquelle darstellen? Sind sie nicht vielmehr Meinungen aus Quellen die erst viele Jahrhunderte später entstanden sind, von Plato u.a.? Diesbezüglich sei hier an die Arbeiten von Wilhelm Kammeier erinnert der nachwies wie im ausgehenden Mittelalter und in der Renaissance die Geschichte der Welt gefälscht wurde. U.Topper u.a. nahmen sich die Zeit(er)rechner, die „Computisten“ vor. Usw.,usw. (Siehe Thema „neue Chronologiekritik). Unsere Quellen entpuppen sich also als Pseudoquellen, als aus irgendwelchen Sagen und Überlieferungen übernommene, künstlich neu geschaffene Historie, aus der sich die Neuen Mächtigen eine lange Ahnenreihe und daraus wiederum einen Herrschaftsanspruch schufen (Könige, Kaiser, Päpste etc). Mehr unter http://www.politaia.org/geschichte-hidden-history/ist-die-gesamte-geschichtschreibung-vor-1500-gefalscht-_-politaia-org/ Wer noch ein altes Lexikon aus der Wende vom 19. - zum 20.Jh. besitzt kann sehr gut recherchieren wie durch die gesamte Antike gehend zwar die allermeisten Werke unserer sog. Antiken Schriftsteller“ verloren gingen. Nicht jedoch die, die die Geschichte einer damals bekannten Welt fortschrieben! Hier nur einige, wenige Quellen/Beispiele wie selbst in unserer Zeit die Geschichtsfälschungen nicht wahrgenommen werden (dürfen?): Albinovanus Pedo,: “Jüngerer Zeitgenosse und Freund Ovids, an den dieser eine der >Epistolae ex Ponto< gerichtet hat, lebte noch zur Zeit des Tiberius und wird als epischer Dichter gerühmt. Von einem seiner Werke, einem zeitgeschichtlichen Epos, ist ein größeres Bruchstück (Wernsdorf, >Poetae latini minores<, Bd 4) auf uns gekommen das die Fahrt der Flotte des Germanicus auf der Nordsee schildert. (Vergl. Höfer, der Feldzug des Germanicus im Jahr 16, Bernb. 1884) Drei ihm beigelegte Elegien (die meist > Epicedion Drusi< genannte >Consolatio ad Liviam Augustam de morte Drusi< und zwei > in maecenatem< auf den Tod des Mäcenas) können ihm nicht mit Sicherheit zugeschrieben werden, gelten aber als Werke der Augusteischen oder doch der frühern Kaiserzeit. Ausgaben von Meineke (mit Übersetzung, Quedlienb. 1819 und von Bährens in >Poetae latini minores<, Bd. 1 (Lpz. 1879).“ Aus Brockhaus 1900 , Bd. 001 S.331. Artemidorus von Ephesus“, um 100 v. Chr., berühmt durch seine Reisen im Mittelmeere, dem Roten Meere und dem Atlantischen Ocean. Aus seinem „Periplus“ in 11 Büchern machte 500 Jahre später Marianus von Heraklea einen Auszug; doch wird der teilweise erhaltene Auszug, der in Sammlungen der „Geographi Graeci minores“ Marians Namen führt, jetzt richtiger als dessen Auszug aus Menippus „Periplus“ bezeichnet. In Meyers Großes Tachenlex ,6.Ausgabe 1998: Diese „Geographumena“ genannten Bücher „dienten Strabo als Quelle“. Amminiamus Marcellinus, Fragmente nach W. Kammeier (Bd. 3 S.57) aus dem 6.Jh. Das nächste Werk erst aus dem 9.Jh. Casius Dio Coccejanus, geb +160 in Nicäa in Bithynien, ab +190 im Senat. Schrieb nach eigener Aussage in 22 Jahren ein Geschichtswerk in 80 Büchern ab der Gründung Roms bis +229. Bis auf kleine Lücken vollständig erhalten sind davon Band 37 bis 59, unvollständig ist Band 36 und 60. Ein Teil des 35 und 36 bis 80 „im Auszug des Joannes Xiphilinus. Dazu kommen zahlreiche Fragmente namentlich in den Excerpten des Konstantinos Porphyrogennetos und die im 12. Jh. , was die röm. Geschichte angeht, größtenteils aus D.C. excerpierte Weltgeschichte des Zonoras. D.C.`s Werk ist für die Geschichte der letzten zeit der Republik und die ersten Jahrhunderte der Kaiserzeit eine der wichtigsten Quellen.“ Brockhaus 1900, Bd.5, S.240; Ephorus: (-405 bis -330) aus dem kleinasiatischen Äolis. Hauptwerk ist das Werk „Historien“ von 30 Büchern. Über die Geschichte Griechenlands ab der dor. Wanderung bis zum Kampf Alexander des Großen um Perinth. Die Werkfragmente sammelte: „Marx (Karlsr. 1815), dann C. Müller in den <Fragmente historicorum Graeccorum, Bd.1 u. 3 (Par. 1841 – 49).“ Brockhaus 1900,. Bd.15 S.391; Euripides, …„nach den Berechnungen der Alten , den alexandrinischen Gelehrten ca. -484 oder -480 geboren, bis -406. Er soll Freund des Sokrates gewesen sein. Er war auch „der erste Athener der sich eine größere Büchersammlung anlegte“.- 408 folgte er dem Ruf König Archelaus von Macedonien. Auf uns gekommen sind „umfangreiche Fragmente der verlorenen Stücke“, gesammelt und herausgegeben von Nauck in „Tragicorum graecorum fragmente“ 2. Auflage leipzig 1889, derüber hinaus noch 19 Stücke .Ob alle von ihm bleibt fraglich , denn Bd.6,S.303 Florus?, Julius, „röm Geschichtsschreiber der unter Trajan und Hadrian gelebt zu haben scheint“ (Brockhaus 1900, Bd 6,S.819). „Er verfaßte aus früheren Geschichtswerken einen gedrängten Abriß der röm. Geschichte (daher >Epitome< betitelt) von der Gründung Roms bis Augustus in zwei Büchern“ ein weiterer Dichter ist Publius Annius Florus (Lex.Bd 6,S.819 unten) dem ein „Fragment eines Dialogs und eine Anzahl Verse zugeschrieben werden“. Weiteres ist nicht bekannt. Livius, Titus, röm Geschichtsschreiber. Geb. -59 in Padua daselbst +17 gestorben. Hauptwerk ist die röm Geschichte, auch als „ab urbe cindita libri“ bezeichnet. Es berichtet über den Zeitrahmen von der Erbauung Roms bis Jahr +9, dem Todesjahr des Drusus. Er soll 40 Jahre daran gearbeitet haben. Es bestand ursprünglich aus 142, in Dakaden und Halbdekaden gegliederten Büchern. Erhalten sind jedoch nur die ersten 10 und das 21. bis 45. Buch. Fragment (e) seines „Geschichtswerk“ bei Kammeier Bd 3 S.57, aus dem 5.Jh., das nächste Werk erst aus dem 11.Jh. Das nächste erst aus dem 10.Jh. Herodot, aus Halikarnassos in Karien. Dem - 5.Jh. zugeordnet gilt er als ältester griechischer Geschichtsschreiber und wird als „Vater der Geschichtsschreibung“ bezeichnet. Nach seinen “Wanderungen“ soll er sich 444 in „Thurii“ in Italien niedergelassen und bis zu seinem Tode um 424 sein Werk „Histories apodexis“ wie es uns heute vorliegt fertig gestellt haben. Von ihm in ionischem Dialekt verfaßt, erschien es gedruckt (zuerst?) 1786 in 7 Bdn. in Paris auf franz. und mit Kommentaren versehen von Larcher). F.A.Wolf bekämpfte die alleinige Urheberschaft Homers an den beiden ihm zugeschriebenen Epen („Prelegonema ad Humerum“ erschienen Halle 1785). Homer, - 700, (Brockhaus 1900, Bd. 9, S.307 – 309)Außer einigen Grammatikern „(die Chorizonten)“ wurde von den Alten ein „Dichter dieses Namens für den Verfasser“ von Ilias und Odyssee gehalten. Darüber hinaus wurde ihm von jenen noch „einzelne Gedichte des sogen. Epischen Cyklus“, d.h. das Gedicht „Margites“ und der „Froschmäuseler“ zugeschrieben. Erhalten sind noch 5 größere und 28 kleinere Hymnen einer Sammlung, ebenfalls Homer zugeschrieben. „ Die Annahme, daß ein einzelner Dichter die beiden Epen“, ja selbst nur „das eine von beiden in der uns vorliegenden“ Gestalt gedichtet hat, ist „nicht haltbar“. Es „bleibt unsicher, ob Ilias oder Odyssee durch denselben Verfasser die Epopöengestalt erhalten haben“ (Lex.S.309). Der Alexandriner Aristarch „verschaffte sich bald maßgebende Geltung und seine in verschiedenen Schriften niedergelegten homerischen Studien wurden weiter ausgeführt durch zahlreiche unmittelbare und mittelbare Schüler, unter denen Aristonicus, Didymus, Nikanor und Herodianus (s.d. =+2./3.Jh. aus Alexandria, Hauptwerk ist die >Katholike prosodia<!.)die bedeutendsten sind.“ Die Ausgabe des Alexandriners Aristarch war auch “versehen mit kritischen Zeichen“! Da wundert es nicht mehr, wenn die Schriften obiger Kritiker die Grundlage bilden für „die Scholien zur Ilias, die in dem berühmten Codex der Bibliothek von Venedig erhalten und von Villoison zuerst bekannt gemacht worden sind (Vened. 178 Scholien (= „Randbemerkungen“) sind Anmerkungen der Alten griech. oder röm. Grammatiker zu den Schriftstellern! U.Topper („Kalendersprung“, S. 247 unten) „Dazu kommt die Erkenntnis, daß die Schriften der Griechenland - Flüchtlinge erst nach 1453 (Dem Fall von Byzanz) anzusetzen sind, womit behauptete, > durch das ganze Mittelalter hindurch gehende Rezeption von Homer und Platon< hinfällig würde. (Man lese hierzu auch Garcia Landa, der minutiös nachweist, daß vor dem 16.Jh. der echte Homer in Europa unbekannt war.“)...(„Garcia Landa, Jose Angel (198 Diodor war Zeitgenosse von Cäsar und Augustus (– 63 bis +14) und Strabo. In Agyrion geboren und aus diesem Grund „Siculus“ genannt. Bereiste Asien und Europa u. Arbeitete 30 Jahre an seinem Geschichtswerk „Historische Bibliothek“ wovon der größte Teil verloren gegangen ist. Behandelt wurde die Geschichte des Altertums bis, aus heutiger Sicht, 60 v.Chr. Nur die Bände 1-5 und 11 -20 sind „vollständig erhalten“. „Bedeutendere Bruchstücke“ sind noch die in den „byzantinischen Historikern, den Excerptensammlungen des Konstantin Phorphyrogennetos“ erhaltenen. Neuere Ausgaben beginnen mit der von Wesseling, Amsterdamm 1746 in 2 Bdn. Brockhaus 1900, Bd.5, S.242; Im Netz dazu: Fünfmal waren die erhaltenen Bücher der Weltgeschichte Diodors von Sizilien (1. Jh. v. Chr.), die von der mythischen Vorzeit bis zur Eroberung Britanniens durch Caesar (54 v. Chr.) reichte, zwischen 1472 und 1496 in lateinischer Übersetzung in Italien erschienen, weitere Ausgaben in Italien, Paris und Basel (1531 bei Heinrich Petri [GG 242]) zu Beginn des 16. Jahrhunderts, eine italienische Übersetzung schon 1526 in Florenz, ehe die Bibliothēkē im griechischen Original erschien. Herausgeber dieses Basler Erstdrucks ist der aus Bayern stammende Humanist und lateinische Dichter Vincentius Obsopoeus (Koch) aus dem Nürnberger Kreis um Bilibald Pirckheimer, seit 1528 Schulmeister, 1548 dann Rektor des neu gegründeten Gymnasiums in Ansbach. 1530 hatte er bei Johannes Secer in Hagenau die Erstausgabe der römischen Geschichte des Polybius besorgt, 1531/1534 die der Aithiopika Heliodors für Herwagen (GG 252). http://www.ub.unibas.ch/kadmos/gg/?http://www.ub.unibas.ch/kadmos/gg/hi/higg0242.htm Und wie ging die Weiterverbreitung in der Renaissance vor sich? Casaubunos („Casaubon, Isaac de“, das Lexikon führt ihn als Philosophen). „Geb. 18.Febr.1559 zu Genf, wo er von 1578 an studierte und 1582 die Professur der griech. Sprache erhielt“, lehrte dann ab „1596“ in Monpellier und „seit 1598 zu Paris“. Nach Heinrich IV. Tod lebte er bis zu seinem eigenen Tod am „1. Juli 1614“ auf Einladung „Jacob I.“ in London. „Er schrieb >De satirica Graecorum poesi et Romanorum satira< (Par.1605; mit Zusätzen von Rambach, Halle 1774), > De libertate ecclesiastica< (Genf 1607) und >De rebus sacriset classica ecclesiasticus. Exercitationes at baronij prolegomena in annales< (Lond. 1614).“ „ Ein bleibendes Andenken sichern ihm die in kritischer und exegetischer Hinsicht ausgezeichneten Ausgaben des Diogenes, Laertius, Aristoteles, Theophrast, Suetonius, persius, Polybius, Theoktit, Strabo, Dionysius von Halikarnaß und Athenäus. Seine Briefe gab Almeloveen (Rotterd. 1709) heraus.“... –„ Brockhaus 1900, Bd.3, S.939 Strabo selbst bezieht sich in seiner Geographica (Quelle?, Buch?) auf den einen und anderen vorgenannten Schriftsteller. Leider ist ja „von der vorsolonischen Geschichte der Griechen nichts überliefert“, gar nichts, „keine Jahreszahl, kein echter Name, kein greifbares Ereignis“, kein Schriftstück, Nichts (Spengler, Oswald, Untergang des Abendlandes, dtv 838 München, Dezember 2000, S.17, 113.). So also wurden diese antiken Werke erschaffen und verteilt. Wie meinte doch U.Topper noch: Die Geschichte unserer Welt beginnt mit dem Buchdruck- recht hat er! Was zu der Frage anregt wer denn überhaupt Bücher schaffen konnte. Die Herstellung war so teuer, die Bücher so kostbar, dass sie noch im 17. Jh. In den Hofbibliotheken an der Kette lagen. 2- … Herodot etwa spricht, unabhängig von Plato, von Atlantern in Nordafrika (für ihn Namensgeber des Atlas-Gebirges). Dieses Gebiet hat auch Albert Hermann („Unsere Ahnen und Atlantis“) als Standort der Atlantis-Königsinsel ausgemacht, geht aber ebenfalls von einem nordisch-europäischen Ursprung dieser Atlanter aus, die nach Nordafrika auswanderten. Antwort tehennu: Zunächst einmal, sowohl Herodot als auch A.Herrmann sind für mich keine Primärquellen! So gesehen auch die Ura Linda Chronik nicht obwohl in letzterer schon der Vorgang der Völkerbewegung der „Atlanter die aus dem Norden kommen“ und bis nach Ägypten (blauäugiger Ägypterkönig) und zum Mittelmeer/Nordafrika ziehen, angelegt ist. Diese Chronik soll aus der Zeit vor der Großen Flut in Europa stammen. Da es jedoch der Fluten 2 gegeben hat, um 1240 und um 1350, scheint es dass diese Überlieferungen einen wahren Kern aus der Zeit vor den Katastrophen darstellen. Man vergleiche dazu die Arbeiten von H,Wirth (Aufgang d. Menschheit, Bd.1,Forsite Verlag, S.92, Abb.6) und auch Gert Meier in seiner “Die Hochkultur der Megalithzeit“ (Grabertverlag). Beide konnten herausarbeiten dass die aus dem hohen Norden (damaliges Grönland) kommenden megalithischen „Atlanter“ sich in mehreren Wellen (grob) bis nach Ägypten und Nordafrika und Amerika ausbreiteten Im Rahmen dieser Ausbreitung verbreiteten sich auch deren religiöse und spirituellen Vorstellungen in diesen Gebieten die jedoch im Laufe der Zeit verwässerten. Daß dabei auch im Mittelmeergebiet als religiöse Zentren auch Tempelstädte in der typischen Ringform wie die nordischen „Crannogs“ entstanden ist anzunehmen. Und von diesen wurde dann noch Jahrhunderte später in den Sagen berichtet. Ringstädte gab es von Nordeuropa (Basileios?), Schweden „Alt – Land – is“ (Bock-Saga), Gadaira/Cadix/Kadik, heute Spanien bis Aztlan/„Itzabal-See/ Yukatan-Mittelamerika oder Schott el Hodna im Hohen Atlas, „Akbatana“, griech. Hamadan in Persien oder in Ceylon Lanka, die Stadt des Wiswas Karma (= der Asure Tvashtri), dem Baumeister der indischen Lichtgötter. Viele dieser Mauerringe waren mit Metall überzogen, auch Zinn, wie in Atlantis (Platon, Bd.III, Verlag Jacob Hegner, Köln – Olten 1967, Crit ab 116b). Diesbezüglich wichtig, in der Archäologie gilt derzeit noch immer: weltweit ist kein Zinnabbau vor dem 1.Jtsd. v.Chr. nachweisbar! Wie kann dann Atlantis 9000 Jahre alt sein? Und die Farben der Mauern solcher Ringmauern wurden z.B. den sieben bekannten Planeten zugeordnet. (von innen nach außen): 1. Sonne-Gold, 2. Mond-Silber, 3. Jupiter – sandarachfarben (Bernstein?), 4. Merkur - blau, 5. Mars – rot/purpur, 6. Saturn - schwarz, 7. Venus - weis ( fficial&channel=s&prmd=ivns&ei=cCxHTbfOHYnDswaIiqGrDg&start=70&sa=N" target="_blank" class="link_10">http://www.google.de/search?q=St%C3%A4dte+Mauerringe&hl=de&client=firefox-a&hs=lyM&rls=org.mozilla:de http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/mensch/Geschichte/Magier.php Diese Farbinterpretationen gelten sinngemäß auch für die Mauern von Atlantis usw., sind somit ein weiterer Hinweis auf die diesen Sagen innewohnenden Hinweise auf Vorgänge in der Himmelsmechanik. 3- … als weitere Primärquelle ? nennt Spanuth den Papyrus Harris sowie Inschriften und Wandbilder von Medinet Habu (Ägypten) wo auch eine Seeschlacht zwischen Ägyptern und vermutlich nordischen Seevölkern dargestellt ist. Zwar wird hier nicht Atlantis genannt, aber Kämpfe Ägyptens mit den Seevölkern, just für den Zeitraum, in dem Spanuth die korrigierte Altersangabe Platos ansetzt. Sofern diese Alterskorrektur durch Spanuth nicht unplausibel ist, spricht alles dafür, dass der platosche Kriegszug der Atlanter gegen Ägypten identisch mit dem Kampf der Seevölker gegen Ägypten sein muß. Antwort tehennu: Das Thema Seevölker mit den „Atlantern“ zusammenzubringen ist nicht mehr zeitgemäß, Zu den Papyri und Wandinschriften nur dieses: Der Papyrus Harris ist erst nach dem Tode Ramses III. (1194-1163) verfasst und stellt mehr einen Wirtschaftsbericht als eine Quelle für Seevölkerforschung dar. Schon Pastor Spanuth schrieb in „Die Atlanter“ (Grabert 1998, S.31) „Im Nachfolgenden wollen wir die Völkerschaften vom Inselreich Atlantis der Kürze halber Atlanter nennen, obwohl dieser Name im Atlantisbericht nicht vorkommt“ Die in Medinet Habu geschilderten Kämpfe sind garantiert keine Kämpfe der alten Atlanter gegen Ägypten. Obwohl die viel später agierenden „Seevölker“ natürlich Nachkommen der „Atlanter“ waren. Als angreifende Seevölker gelten definitiv: Die Labu. Sie waren am 15. April im 5.Jahr der Regierung Merenptahs (ca. -1227), in der Nähe des königlichen Schlosses Perrir, im westlichen Delta mit den Truppen Merenpthas in eine Schlacht verwickelt. (Spanuth, Die Atlanter, S.314). Unter Besetzung von Memphis und Heliopoliswaren sie mit ihrem Fürsten Merije bis hierher vorgedrungen, Ob die Bezeichnung Libyer nur ein neuer Name für die seit Jahrhunderten in diesem Gebiet ansässigen Völker der TAMAHU -TEMEHU-TIUMAH ist, ist offiziell noch nicht klar. Jedoch werden „beide Völker von den Ägyptern zu den Nordmeervölkern gerechnet, beide werden weishäutig, blond und blauäugig dargestellt“(G. Möller, 1920/21, S. 427). Nach 6 Stunden, die die Schlacht gedauert haben soll, hatten die ägypt. Bogentruppen die Angreifer besiegt, deren Verluste mit 9000 Gefallenen beziffert werden. Das zumindest melden zwei Siegesinschriften, eine in Karnak und als zweites die auf der „Atlantisstele“. -6359 Libyer, darunter 6 Söhne des Libyerfürsten - 222 Sekelesa (evtl. die Siculi ) S(Z)ekelesh? - 742 Turscha (evtl. Tyrsener Etrusker) Weitere Verbündete waren die SARDANA (evtl. Sardinier) und die LUKKI; LK/RK (evtl. die Lykier lt. Stadelmann1968, S.157), sowie die AKJAWASCHA (QWS/KWS; =Ekwesh =Aquawas =Achaioi) worauf nochmals 755 Mann entfielen (O.K.Schmich, 1999,S.49). Die Tafeln in Medinet Habu nennen (u.a. auf Tafel 22, 44. 46) als Angreifende Völker einmal die Seped, Meshwesh, Pebekh, Isi und Menesen, an anderer Stelle in Klammer: Die Sakar (SKR/TKR) die Sardana (SRDN) die Shekelesha (SKLS/SKRS) die Maschwesh (evtl. MSS) die Denen (DNN) die Wasassa (WSS) Die Tursa, die Bewohner Tyrhenniens? (TRS) die Lebu ( ), Tamahu oder Tehennu und die PLDT, (PRST), die Peleset aus denen später die Philister wurden. Es wird weiter auch noch als Pulsata oder Purschata u.ä.übersetzt. All diese Völker gehörten demnach zu den Seevölkern die Ägypten im Dauerangriff bedrängten. Die von Spanuth als Nordmänner erkannten „Neunbogenvölker“ vom „Sin Wur“ sind jedoch keine Nordmänner! Spanuth wahrscheinlich unbekannt, doch dazu außerordentlich aufschlussreich, sind in Edfu die Namen der von Ägypten beherrschten Neunbogenvölker die von „Kleopatra“ und Ptolomäus“ zum einmeißeln in eine große Ritualszene die sich auf dem “Sockel der Innenfläche der Östlichen Umfassungsmauer befindet “, genehmigt wurden. (Dieter Kurth, 1989, S. 251, 252, 253,41 „Ich gebe dir den Süden, den Norden, den Westen, den Osten und alle Fremdländer als deine Diener“... Die Schrift berichtet dann von acht „Wasserarmen“. Sie reichen „vom Libyerland im Westen bis zum Rest des Urwassers im Osten, zusammen mit ihren Ortschaften“. Dabei wird der Pharao, hier als Gott Harsiese, dem die Abgaben zugute kommen, u.a. als „Herrscher der beiden Länder und der Fremdländer, des ganzen Umkreises des Himmels“ bezeichnet. Die Inschrift weiter „Sie (die Wasserarme) wurden von Thot geschaffen, um Ägypten trefflich zu machen und um die *Neunbogenvölker im Süden, Norden. Westen und Osten von den Ufern des Horus (Ägypten) fernzuhalten, weil“... Auch Opfergaben müssen die „Neunbogen Völker“ entrichten. Festgelegt vom Pharao, hier Ptolemäus, dabei erfolgt eine Aufzählung wo diese verschiedenen Völker wohnen: 1. Das Neunbogenvolk des Südens, das zu Oberägypten gehört, das man (auch) (die östlichen' nennt“. 2. Das Neunbogenvolk des Nordens, das zu Unterägypten gehört, das man (auch) <die Fremdland (Bewohner) von Syrien> nennt“ und ...“deren Schiffe auf dem Mittelmeer sind“. 3. ... „damit er dir bringe das Neunbogenvolk der luntiu, das man (auch) «Setiu» nennt, welche die Bergnubier im Osten von (Chent)-hen-nefer sind“. 4. ...“ damit er dir bringe das Neunbogenvolk der Asiaten, das man (die des Landes derer von Assyrien nennt“ ... 5. ... damit er dir bringe“ das Neunbogenvolk der Libyer, das man <die des Landes derer von Pit> nennt“... 6. „damit er dir bringe das Neunbogenvolk von Sechet-Imau das man <die Fremdländer der Nehu (?)> nennt, das im Westen des Gebietes der (Oase) Farafra liegt, welche vom Wasser des Flusses leben auf seiner (des Landes) westlichen Seite, und vom Brunnenwasser aus seiner östlichen Seite“. 7. ... damit er dir bringe“ das Neunbogenvolk der Schut, das man (auch) das < Neunbogenvolk der Schasu> nennt, das man (auch) die des Landes derer von Medien> nennt“... 8. ... „damit er dir bringe das Neunbogenvolk der Schatiu, das man (auch) <die des Landes derer von Heg[er]> nennt“... Und endlich 9. ...“damit er dir bringe das Neunbogenvolk der Bewohner der griechischen Inseln, das man (auch) die der Inseln des (Mittel) meeres> nennt, zusammen mit den überaus zahlreichen Bewohnern der nördlichen Fremdländer“ ... Damit ist sicher, die Bewohner der nördlichen Fremdländer wurden gesondert aufgefasst. Und nur diese Bewohner der nördlichen Fremdländer können unsere Nordmänner gewesen sein. Sie waren nach ägypt. Geographiekenntnissen zwar vom 9. Bogen (?), jedoch waren sie nur eines der Neunbogenvölker. Und noch nicht einmal eines dass man besonders stark erwähnte Die zeitliche Zuordnung der Kämpfe die durch die SRDN und die LK gegen Ramses II. begannen und die unter Merenptah resp. Ramses III. beendet wurden, muß neu betrachtet werden. Der allbekannte ägypt. Streitwagen von Florenz, der Wagen Pharao Merenptahs (1212 – 1202 v.Chr.), ist aus nur im Norden heimischen Hölzern erbaut, Ulme, Esche, Hainbuche. Naben und Speichen waren durch Birkenbast verbunden. (Oder war das Klima Ägyptens krass anders? (Spanuth, J.1980, Abb.10, S.17)). Datiert werden muß er bisher aus chronologischen Gründen nach rund 1200 v.Chr. Doch bautechnisch gesehen baut Ramses III. die ersten „ echten Gewölbe“ in Menge, benutzt also eine inzwischen geläufige Bautechnik. Diese jedoch erscheint erst etwa um das -5./-4. Jh. im Mittelmeerraum in Menge.(Heinsihn,G./Illig,H, Mantis 1999, S.456, (S.90,111 ff,)). Ebenso Ramses III. Schiffstechnologie. (Daß die im Atlantisbericht erwähnten, für Dreiruderer bequem befahrbaren Kanäle eine ebenfalls chronologische Unmöglichkeit darstellen, habe ich schon in der „Trojaburg“ ausgeführt). Seine Streitwagentechnik jedoch hat Parallelen in römischer zeit. Genauer gesagt fand ich im Netzt die Abbildung eines Mosaiks aus der römerzeitlichen Villa del Casale nahe Piazza Armerina, Provinz Enna/ Sizilien ,gebaut ca. 310 – 325 n.Chr. Es zeigt genau den Typ unseres Wagens von Florez! http://whc.unesco.org/en/list/832/gallery/ Somit sind auch TRS, =Etrusker/ =Tuscier/ =Tiudisc – Völker als Teilnehmer der Koalition gegen Ägypten denkbar. Wir sehen also dass die Frage nach Atlantis eine völlig andere Natur hat als die Frage nach den Ägypten angreifenden Seevölkern, egal wie die Argumentation im jeweiligen Einzelfall auch aussieht. Atlantis ist die zur Erde geholte Vorstellung eines Gottesreiches, für mich den Lauf der Sternbilder am Firmament widerspiegelnd in dessen Mitte die Sonne, das kreisförmige Sonnensymbol steht. Die Seevölker sind nur späte Nachfahren der aus dem Norden eingewanderten Megalithiker. |
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